Grußwort

Minster Christian Schmidt

Liebe Leserinnen und Leser,

in einem inspirierenden Wettbewerb hat das Bundeslandwirtschaftsministerium in den Jahren 2010 und 2012 insgesamt sechs Bioenergiedörfer für ihre Erfolge ausgezeichnet. Daran wollen wir anknüpfen. Auch im Jahr 2014 werden wir solche Leistungen anerkennen. Wieder haben wir vor, drei ganz besonders herausragende Leuchtturmprojekte auszuzeichnen. Es ist Belohnung und Motivation zugleich: Denn mit dem Wettbewerb präsentieren wir die Vorteile erneuerbarer Energieerzeugung aus Biomasse einer breiten Öffentlichkeit.

Den engagierten Bürgerinnen und Bürgern vor Ort verdanken wir, dass Bioenergiedörfer Vorreiter der Energiewende sind. Sie haben die Möglichkeiten der Nutzung von Biomasse für den ländlichen Raum erkannt. Die Vorteile liegen in der bezahlbaren Nutzung der Wärme aus Biogas- oder Holzhackschnitzelanlagen. Gleichzeitig tragen die Bioenergiedörfer zur Klima- und Umweltschonung bei. Vor allem aber spielen sie im Hinblick auf regionale Wertschöpfung im ländlichen Raum eine bedeutende Rolle.

Mit Jühnde als erstem Bioenergiedorf begann 2005 eine Erfolgsgeschichte, die bis heute viele weitere Dörfer angeregt hat, den gleichen Weg zu gehen: den eigenen Energiebedarf aus regional erzeugter Biomasse zu gewinnen und dabei die Bürgerinnen und Bürger am Prozess zu beteiligen. Inzwischen gibt es deutschlandweit 95 Bioenergiedörfer, weitere 40 Dörfer befinden sich bereits auf diesem Weg. Die Anzahl der Dörfer, die sich mit dem Gedanken eines Bioenergieprojektes auseinandersetzen, ist mit 400 Kommunen noch um ein Vielfaches größer.

Ich lade deshalb alle Bioenergiedörfer in Deutschland herzlich ein, sich an dem Wettbewerb um den Titel „Bioenergiedorf 2014“ zu beteiligen. Machen Sie mit und bewerben Sie sich!

 

Christian Schmidt MdB
Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft