Bioenergiedörfer 2014: Ehrung der Gewinner des Wettbewerbs

Staatssekretär Peter Bleser (r.) mit Vertretern aus Lathen, einem der drei "Bioeenergiedörfer 2014", Quelle: FNR

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Peter Bleser, hat am Mittwoch in Hannover die Gewinner des Wettbewerbs "Bioenergiedörfer 2014" ausgezeichnet. Bleser dankte allen Dörfern und Gemeinden, die sich für die lokale Bioenergienutzung engagieren und sagte mit Blick auf die Preisträger: "Die Sieger des Wettbewerbs "Bioenergiedörfer 2014" sind ein Musterbeispiel dafür, wie die Wertschöpfung vor Ort im ländlichen Raum gehalten werden kann. Wenn sich Menschen mit Unternehmergeist und Kreativität für ihre Heimat engagieren, können ländliche Regionen ihre Stärken entwickeln und Perspektiven für eine Zukunft mit einer hohen Lebensqualität schaffen. Das hat auch Vorbildcharakter für andere Dörfer."

Auf der Preisverleihung anlässlich des BioEnergy-Abends der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) auf der Messe "BioEnergy Decentral" unterstrich der Staatssekretär die beeindruckenden Leistungen aller Beteiligten in den Gewinnerdörfern: "Für die Jury war es ein wichtiges Kriterium, dass die Menschen vor Ort in den Prozess eingebunden werden. Sie haben es geschafft, die effiziente Nutzung einer dezentralen Bioenergieversorgung zu einem identitätsstiftenden Merkmal ihrer Heimatorte zu machen." Es gehe nicht nur darum, funktionierende Energieanlagen zu errichten, sondern eine bunt gemischte Dorfgemeinschaft zu beteiligen und von den Vorteilen nachhaltiger Bioenergie zu überzeugen. "In den Gewinnerdörfern steht die Bevölkerung hinter den Projekten", so Bleser.

Hintergrundinformationen

Der bundesweite Wettbewerb "Bioenergiedörfer 2014", der in diesem Jahr zum dritten Mal ausgerichtet wurde, richtete sich an Orte im ländlichen Raum, die mindestens 50 Prozent ihres Strom- und Wärmebedarfs aus regional erzeugter Biomasse decken und die effiziente Nutzung von Bioenergie mit regionaler Entwicklung verknüpfen. Die drei ausgewählten Preisträger Bechstedt (Thüringen), Lathen (Niedersachsen) und Untermaßholderbach (Baden-Württemberg) erhalten jeweils ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro für ihre fortschrittlichen Bioenergiekonzepte. Sie setzen entweder auf Holz aus lokaler Erzeugung, auf Strom aus Biogas oder auf Nahwärmekonzepte. Bei den Bioenergiedörfern 2014 waren die Bürgerinnen und Bürger von Anfang an in die Projekte involviert. Sie gründeten Genossenschaften, die heute zum Teil Eigentümer der Anlagen oder eines Nahwärmenetzes sind.